SINGER Hocker.

Die SINGER Nähmaschinenstühle sind typische Vertreter des „namenlosen“ Industriedesigns – zugleich aber auch gesuchte Ikonen des Maschinenzeitalters. Denn sie sind sozusagen die Antithese zur „Guten Stube“: reine Arbeitsmittel, zweckmäßig, unverwüstlich.

 

Die SINGER Company, gegründet 1851 von Isaac Merritt Singer, war bald der größte Nähmaschinenproduzent der Welt. Aber erst ein halbes Jahrhundert später brachte SINGER selbst entwickelte Stühle und Hocker auf den Markt, die speziell für die Textilindustrie gedacht waren. Die schweren Gußeisen-Gestelle sorgten für Stabilität, manche konnten sogar im Boden verschraubt werden. Frühe Exemplare hatten ausgeprägte „Löwenfüße“, später war die Gestaltung deutlich reduzierter – dafür wurde aber der Markenname sichtbar auf den Auslegern angebracht. Erste ergonomische Überlegungen führten zur Höhenverstellbarkeit mittels Rasten oder einfach per Drehspindel, es gab reine Hocker, aber auch solche mit gefederten und ungefederten Rückenlehnen.

 

Wir haben seit heute wieder diverse SINGER-Hocker im Showroom, die ein neues Zuhause suchen, hier sind zwei davon. Die „Froschfüsschen-Variante“ stammt von ca. 1900. Der linke Hocker ist mit SINGER gemarkt und der höhenverstellbar, der rechte hat weder das eine noch kann er das andere. Dafür ist er etwas günstiger.

 

Quellen: http://www.singer.ag/firmenhistorie.html; Brigitte Durieux: „Les objets culte du mobilier industriel“; MAK Wien: „Industriemöbel – Prototypen der Moderne“

Product: SINGER Hocker

Manufacturer: SINGER

Year: ca. 1900

Dimensions: SH: 45 - 63 cm

Materials: Gusseisen, Holz

Price: